Museum Winningen

Bildungsfahrt 2019 - Keltenwelt am Glauberg und Besuch des 50er Jahre Museum in Büdingen

Der Museumsverein Winningen hatte seine Mitglieder und Freunde zu einem spannenden Ausflug in die Wetterau eingeladen. Die östlich von Frankfurt gelegene Region besticht mit vielen Streuobstwiesen und sanften Hügeln und einer einzigartigen Kultur, in der Kelten, Römer und das Mittelalter weitreichende Spuren hinterlassen haben.

Hiervon konnten sich die Teilnehmer bei ihrem ersten Ziel, dem Archäologischen Landesmuseum Hessen Keltenwelt am Glauberg überzeugen. In 2011 wurde hier an einer Fundstelle von drei keltischen Fürstengräbern ein modernes Museum gebaut, in dem einzigartige, sensationelle Grabbeigaben sowie eine dort gefundene, 2400 Jahre alte lebensgroße Statue zu sehen sind. Die weltweit als sensationell gerühmte Präsentation wird ergänzt durch eine Sonderausstellung über die Geheimmisse einer Keltenfürstin.

Nach dem Besuch des Keltenmuseums ging die Fahrt nach Büdingen, einer Stadt die damit wirbt, dass dort Geschichte lebt. Sie wurde im Jahr 1725 angelegt und nie von Kriegen zerstört. Ein mittelalterliches Wasserschloss, jahrhundertealte Gassen, eine bastionsartige Stadtmauer und Fachwerk begeistern die Besucher. Auf dem Programm stand der Besuch des 50er-Jahre-Museums, das die größte Privatsammlung aus dieser Zeit in Deutschland ausstellt. Ein privater Verein kümmert sich liebevoll um die Präsentation von allem, was die 50iger Jahre ausmachte, sei es ein Friseursalon, eine Küche mit allen möglichen Utensilien, ein typisches Badezimmer aus dieser Zeit und nicht zuletzt dem Original-Jugendzimmer und Kleider von Conny Froboess, die Sponsorin dieses Museums ist.

Bei herrlichem Wetter und dem mittelalterlichen Ambiente von Büdingen schmeckten Kaffee und Kuchen besonders gut, bevor es auf die Rückreise nach Winningen ging. Einhellige Meinung: eine interessante Reise in eine geschichtsträchtige Region, die vieles zu bieten hat.

Bildungsfahrt 2018 - Bonn - Haus der Geschichte mit Besuch des ehem. Kanzlerbungalow

Der Museumsverein Winningen hatte Mitglieder und Freunde des Museums zur diesjährigen Bildungsfahrt in das Haus der Geschichte eingeladen.

Bei herrlichem Herbstwetter startete die Fahrt nach Bonn. Das Haus der Geschichte ist ein Museum zur deutschen Zeitgeschichte seit 1945. Mit 850.000 Besuchern jährlich ist es eines der meistbesuchten Museen in Deutschland.

1986 begann die Stiftung mit dem Aufbau zeithistorischer Sammlungen, die mittlerweile rund 1 Million Objekte umfassen, viele hiervon in Bonn in der Dauerausstellung „Unsere Geschichte – Deutschland seit 1945“ zu sehen.

Gebrauchsgegenstände, Dokumente, Filme und andere Medien, Zeitschriften, Maschinen, Möbel, Textilien begeisterten die Winninger, nicht zuletzt weil sie an miterlebte herausragende Ereignisse unserer Geschichte erinnerten. Nicht nur die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen werden aufgezeigt, auch an sportliche Großereignisse wie das WM-Sommermärchen wird erinnert. Zu den „Highlights“ gehört das Bundestags-Gestühl, in dem Besucherinnen und Besucher Platz nehmen und Ausschnitte aus Bundestagsdebatten auswählen können. Im Original-Kino und der Eisdiele aus den 1950er Jahren wird Alltagsgeschichte lebendig, und der Hippie-Bulli erinnert an die Zeit von „Love and Peace“. Im U-Bahn-Zugang beleuchten unter anderem der erste Dienst-Mercedes von Konrad Adenauer und der Eisenbahn-Salonwagen der Bundeskanzler die Zeit der Bundeshauptstadt Bonn.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte ein Besuch des Kanzlerbungalows im ehemaligen Regierungsviertel – das Wohnzimmer der Mächtigen. Das ehemalige Wohn- und Empfangsgebäude der Bundeskanzler wurde 1963/64 von Architekt Sep Ruf im Auftrag von Bundeskanzler Ludwig Erhard gebaut und stand seitdem allen Regierungschefs bis 1999 zur Verfügung. Seit 2001 steht es unter Denkmalschutz. Es war schon etwas Besonderes für die Winninger zu sehen und zu spüren, wo unsere Bundeskanzler Erhard, Kiesinger, Schmidt und Kohl gewohnt und hohe Staatsgäste empfangen haben. Der Geist der Geschichte war greifbar, so u.a. die Menükarte vom Besuch Gorbatschows bei Helmut Kohl.

Beeindruckt von so viel Geschichte machte sich die Gruppe auf die Heimfahrt, nicht ohne vorher eine Kaffeepause an der Rheinpromenade in Bad Breisig eingelegt zu haben, wo alle auch noch Zeit hatten, dem dortigen Zwibbelsmat einen Besuch abzustatten.

Die Mitglieder und Freunde des Museumsvereins Winningen freuen sich auf die nächste Fahrt in 2019.

Bildungsfahrt 2017 - Vogelsang IP - Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen und Besuch des Nationalparkzentrum Eifel - Wildnisträume

Mitglieder und Freunde des Museums Winningen auf Fahrt in die Nordeifel.

Der Museumsverein Winningen hatte dieses Jahr Mitglieder und Freunde zu einer Fahrt in die Nordeifel eingeladen. Erste Station war der IP- Internationale Platz „Vogelsang“ in der Nähe von Schleiden.

Auf dem100 Hektar umfassenden Gelände „Vogelsang“ wurde vor dem 2. Weltkrieg eine von 3 Ordensburgen des Naziregimes errichtet, die dazu dienten, junge Männer zu Führungsfunktionären der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei heranzuziehen.

Bis 2005 wurde "Camp Vogelsang" von britischen und belgischen Truppen militärisch genutzt und spiegelt den Weg vom "Kalten Krieg" zum Europa von heute wieder. Seit 2006 entwickelte sich hier ein neuer Ort: "Internationaler Platz" für Toleranz, Vielfalt und ein friedliches Miteinander, der für 45 Mio Euro vom Land Nordrhein-Westfalen hergerichtet und 2016 offiziell eröffnet wurde. Die Besucher erwarten zwei interessante Dauerausstellungen: die Ausstellung „Bestimmung Herrenmensch“ lenkt den Blick auf eine relativ kleine Gruppe von jungen Männern, die von der NSDAP-Parteiführung auserwählt wurde, sich in den „Ordensburgen“ zur zukünftigen Führungselite der NS-Herrschaft formen zu lassen. Sie wirft Fragen auf, die bewusst über die NS-Geschichte hinausgreifen und bei Betrachtung der weltpolitischen Entwicklungen gerade in jüngster Zeit leider wieder eine Rolle spielen, und ist daher als Botschaft für ein friedliches Miteinander der Völker, Religionen und Kulturen zu verstehen.

Auch die zweite Ausstellung Wildnis(t)räume" fand Anklang bei den Winninger Besuchern. Die Nationalpark-Philosophie „Natur Natur sein lassen" ist Kernbotschaft und Roter Faden. Die Aussicht auf die wunderschöne beeindruckende Landschaft um die Urfttalsperre rundete das Naturerlebnis ab. Dem Besuch in Vogelsang folgte eine entspannende Schifffahrt nach Rurberg, wo die Bildungsfahrt in einem schönen – direkt am Rursee liegenden - Café mit außergewöhnlicher Kuchenauswahl endete.

Unser Busunternehmen Kröber brachte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gut und sicher wieder nach Hause. Vielen Dank an den Busfahrer, der selbst die engen und kurvenreichen Straßen der Nordeifel und in Rurberg problemlos meisterte.